| 8. Bericht 19.Juni IDM Sachsenring |
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Schadensbegrenzung am Sachsenring Freudenberg-Team sucht nach Lösungen beim Fahrwerk Der vierte Lauf der IDM-Saison 2011 auf dem Sachsenring in der Nähe von Hohenstein-Ernstthal gestaltete sich für das Freudenberg Racing Team etwas schwieriger als gedacht. Die Mannschaft auf Bischofswerda hatte auf der Strecke des deutschen Grand Prix mit Fahrwerksproblemen zu kämpfen und so sprachen die Fahrer am Ende des Rennens von "Schadensbegrenzung". Nach dem Zeittraining vom Samstag durften sich der amtierende Meister Luca Grünwald und der Vizemeister des Vorjahres, Toni Finsterbusch, noch berechtigte Hoffnungen auf die Podestplätze machen. Schließlich eroberten sie die Startplätze vier und sechs in den ersten beiden Reihen und waren damit vorn bei der Musik dabei. Die Pole Position ging am Sachsenring an den Berkheimer Sandro Cortese, der normalerweise in der Weltmeisterschaft bis 125ccm fährt und der den Lauf der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am Sachsenring zum Training nutzte. Im Rennen selbst bildeten die beiden genannten Freudenberg-Piloten zusammen mit dem Dresdner Maximilian Eckner eine Dreiergruppe, die um Rang vier kämpfte. Dieser Kampf sollte auch bis zur Ziellinie offenbleiben, mehrfach tauschten Grünwald und Finsterbusch mit Eckner die Plätze. Am Ende verbuchte der den besseren Ausgang für sich und Grünwald und Finsterbusch mussten sich mit ihre KTM GP-Maschinen dahinter einreihen. Grünwald wurde zwar als Fünfter abgewunken, allerdings bekam er die Punkte für Rang vier. Gaststarter Sandro Cortese, der das Rennen gewann, bekam keine Meisterschaftspunkte. "Es war soweit eigentlich ganz gut", fasste Grünwald den Lauf zusammen. "Das Problem ist, dass hier die Aprilias ziemlich gut liegen und durch die viele, ewige, lange Linksschräglage verlieren wir viel Zeit. Ich bin ziemlich herumgerutscht, wie der Toni wahrscheinlich auch. Ich bin soweit ganz zufrieden, dass es jetzt mal wieder ein paar Punkte gegeben hat." Dennoch sah man Grünwald an, dass er nicht richtig zufrieden war. Im letzten Jahr noch hatte er auf einer Erfolgswelle Siege und Podeste aneinandergereiht und sich den Meistertitel geholt. In dieser Saison zeigte sich der Umstieg von Honda auf KTM bislang als schwierig, denn Grünwald kann nur zwei vierte Plätze als beste Resultate vorweisen. Für den Krostitzer Finsterbusch sollte der Sachsenring zum zweiten Mal in Folge Punkte bedeuten. Nach Stürzen in den ersten beiden Saisonläufen, hatte sich der Mann aus dem Freudenberg Racing Team auf dem Nürburgring noch den Sieg gesichert, in Sachsen beim Heimrennen gab es Rang sechs und die Punkte für Platz fünf. "Das war heute Schadensbegrenzung", sagte Finsterbusch. "Mein Start war nicht so der Brüller, eigentlich schlecht. Die erste Runde war dann aber wieder gut, da habe ich einige Plätze gut gemacht. In der zweiten Runde hat mich der Miller dann so überholt, dass ich aus dem einen Eck nicht mehr richtig raus kam. Dann habe ich mich auch noch vertan und habe damit einige Plätze und viel Zeit verloren. Das restliche Rennen war ich dann mit Luca und mit Eckner in einer Gruppe. Durch ein paar Überrundete ist die Gruppe aber ein paar Mal auseinandergefallen. Und am Ende wollte ich dann noch mal angreifen und bin in der letzten Kurve noch am Luca vorbei, konnte dann aber nicht richtig herausbeschleunigen und er kam wieder vorbei." Neben den beiden "Stars" der Truppe konzentrierten sich die Mannen um Michael Freudenberg aber einmal mehr auf die Förderung des Nachwuchses. Dabei schnitt der Nümbrechter Florian Alt am besten ab, auch wenn er sich nach Rang neun und den Punkten für Platz acht nicht wirklich zufrieden zeigte. "Es geht so", antwortete Alt auf die Frage, ob er mit dem Rennen zufrieden sei. "Der Start war auf jeden Fall gut, aber ich konnte vorn nicht mitfahren. Ich bin dann in eine Gruppe reingekommen, in der ich mich oft behaupten konnte, habe dort oft geführt und ich konnte gut überholen. Aber am Ende hat es dann nicht ganz gereicht bis zur Spitze. Aber es war okay. Ich war extrem am Rutschen, gerade in den Linkskurven. In den letzten paar Runden war ich echt nur noch am Rutschen. Die Einstellung vom Fahrwerk von gestern hat heute irgendwie nicht gepasst. Das müssen wir uns jetzt noch einmal anschauen." Der Österreicher Lukas Wimmer klassierte sich am Ende des Rennens als 17., durfte sich aber dennoch über drei Zähler freuen, da vor ihm einige nicht punktberechtigte Fahrer ins Ziel kamen. Zufrieden war der letztjährige Sieger des ADAC Junior Cups aber dennoch nicht. "Der Start war eher Durchwachsen", äußerte der Österreicher selbstkritisch. "Es wäre besser für mich gewesen, wenn ich hätte mit ein paar schnellen Leuten mitfahren hätte können. Ich hätte da vielleicht etwas Windschatten bekommen und schneller werden können. Das hat leider nicht so ganz geklappt. Aber ich denke wir haben uns über das Wochenende gut gesteigert. Mit dem Wind war es noch ein wenig schwer, aber es geht aufwärts. Ich dachte mit den Reifen, da ich sehr gerutscht bin, dass ich meine Linie noch etwas ändern muss, da ich eine sehr große Schräglage fahre." Der fünfte Fahrer im Freudenberg-Bunde, Deni Cudic aus Österreich, musste das Rennen frühzeitig beenden. Ihm rutschte seine KTM weg und er landete im Kies. Cudic selbst blieb unverletzt. Teamchef Michael Freudenberg fasste das Wochenende in der Heimat wie folgt zusammen: "Der Sachsenring ist für uns immer ein ganz heißes Pflaster, weil es so eine Art Heim-Grand Prix ist und irgendwo große Erwartungen drin stecken. Ich denke mal schon, dass wir sehr gut gearbeitet haben, auch von den Mechanikern her. Wir haben sehr sehr viel am Fahrwerk probiert, aber letztendlich für einige leider doch nicht den richtigen Draht gefunden haben. Von der Leistung der Motoren ging es echt gut, aber mit dem Fahrwerk gab es eben teilweise noch Probleme. Für den Grand Prix haben wir für Luca und Toni schon noch eine Idee. Das ist ja immer so ein Gebiet, wo man immer etwas machen kann. Wir haben viele andere Elemente ausprobiert, auch Öhlins hat uns sehr gut geholfen. Das Problem mit den Rutschern ist durch das Fahrwerk ausgelöst worden. Wir hatten bei den Reifen schon die richtige Wahl und so schlimm war es mit dem Rutschen auch nicht, denn die Jungs sind ja bis zum Schluss schnelle Zeiten gefahren." |









