| 9. Bericht 03.Juli IDM Salzburgring |
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Freudenberg-Team zurück auf Erfolgsspur Das Bischofswerdaer Freudenberg Racing Team ist zurück auf der Erfolgsspur. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke des Salzburgrings eroberte der Krostitzer Toni Finsterbusch mit seiner KTM GP-Maschine in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in der Klasse bis 125ccm den dritten Platz und damit ein Podest. Dass der Vizemeister des Vorjahres nur rund zwei Zehntelsekunden hinter dem Sieger Luca Amato die Zielflagge sah, stimmte Finsterbusch allerdings nicht sonderlich glücklich. Gern hätte er das Rennen gewonnen, doch die beiden RZT-Aprilias vor ihm, darunter auch der Meisterschaftsführende Jack Miller aus Australien, waren einfach schneller und hatten in der letzten Runde die bessere Taktik. "Ein dritter Platz, das ist nicht schlecht, aber ich bin trotzdem nicht zufrieden", so der ehrgeizige Finsterbusch. "Das Training am Freitag fing gut an, aber der Samstag war verbockt. Im sonnigen Qualifying am Nachmittag wollte ich zu viel, bin zu schnell ins Kurvengeschlängel und landete im Kiesbett. Im Rennen war der Start unterirdisch, ich bin dann aber gut nach vorne gekommen. Die Lücke zu Jack Miller konnte ich gut schließen. Zum Dritten hatten wir eine Sekunde Vorsprung. Ich dachte, dass wir zusammen vorne wegfahren. Stattdessen haben wir uns so beharkt, dass Luca Amato von hinten aufgeschlossen hat. In der letzten Runde bin ich als Zweiter auf die lange Gerade, oben am Berg war ich Erster. In der folgenden langen Rechtskurve bin ich innen eng gefahren, mit einem Meter Platz zum Grün, damit keiner durchschlüpft. Aber dann hat Luca außen angegriffen und Jack hat sich innen reingequetscht. Ich musste zurück stecken, kam schlecht aus der Kurve raus. Ausbeschleunigen bis Start und Ziel war dann nicht mehr drinnen, also wurde ich Dritter." Finsterbusch hat nun 52 Punkte auf seinem Konto. Allerdings sind nur noch drei Rennen zu fahren und damit 75 Punkte zu vergeben. Der Rückstand auf die Leader Miller und Amato beträgt bereits 53 beziehungsweise 52 Zähler. Der Titel ist damit in weite Ferner gerückt und lediglich der Schwede Alexander Kristiansson, der nur 13 Punkte vor Finsterbusch liegt, ist noch ein realistisches Ziel. Doch im Motorsport kann alles passieren und daher wird im Freudenberg-Team weiter hart gekämpft. Vor allem der noch amtierende Meister Luca Grünwald wird weiter hart kämpfen, um in dieser Saison noch einen Podestplatz zu erobern. Im letzten Jahr wurde er auf einer Seel 125 deutscher Meister, doch dieses Jahr ist er mit einer KTM unterwegs. Bislang ist ihm der Umstieg etwas schwerer als erwartet gefallen. Grünwalds beste Resultate waren vierte Plätze auf dem Lausitzring und dem Sachsenring. In Salzburg kam Platz fünf hinzu. "Nach dem Start kämpfte ich zunächst in einer Gruppe mit Finsterbusch und Kristiansson hinter Miller und Amato", schilderte er sein Rennen. "Dann gab es eine Berührung beim Anbremsen der ersten Schikane mit Amato und ich musste durch den Notausgang. Danach fuhr ich zwar weiter schnelle Rundenzeiten, aber nach einem Fehler konnte ich die Lücke nach vorne nicht mehr zufahren und wurde Fünfter." Für Grünwald und Finsterbusch steht am nächsten Wochenende (15. - 17. Juli) das Highlight des Jahres an: Beide Freudenberg-Piloten dürfen dann beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring einen sogenannten Wildcard-Einsatz in der Weltmeisterschaft absolvieren. In Salzburg wurde Deni Cudic durch den Schweizer Damien Raemy ersetzt. Cudic war zum gleichen Zeitpunkt beim Rennen des Red Bull MotoGP Rookies Cup in Mugello unterwegs und er verzichtete von vornherein darauf am Samstagabend quer durch Italien nach Österreich zu fahren. Daher bekam Raemy, der im letzten Jahr die Meisterschaft der IDM 125 als Dritter abschließen konnte, die KTM von Cudic. Am Ende sprang ein neunter Platz heraus. " Im Training bin ich auf Anhieb klar gekommen, schließlich kenne ich das Bike ja noch gut von der vorigen Saison. Zuletzt fuhr ich im November 2010 in der spanischen Meisterschaft damit. Am Freitag habe ich ausgangs einer Schikane einen Sturz fabriziert, das war aber nicht so schlimm. Sonst ist alles gut gelaufen. Im Rennen wurde ich nach guten Kämpfen Neunter. Ich hatte Spaß und bin zufrieden." Ein weiteres gutes Resultat eroberte sich Lukas Wimmer. Der Vorjahres-Meister des ADAC Junior Cups holte sich in Salzburg Rang zehn und damit zum dritten Mal in Folge Punkte. Bei Wimmer geht es aufwärts. Nach seinem guten Einstand vom Lausitzring, damals wurde er Neunter, gab es einige Rückschläge für den Österreicher zu verbuchen. Doch seit dem Nürburgring ist der Aufwärtstrend klar erkennbar, die Ränge zwölf, 13 und zehn zeigen eine klare Tendenz. Pech hatte Florian Alt, der ähnlich wie Cudic am Samstagabend das Rennen des Rookies-Cups in Mugello bestritt, dann aber noch in der Nacht zum Salzburgring reiste. Das Rennen dort war dennoch früh zu Ende. "Ich musste nach dem Rookies-Cup-Rennen in Mugello wie Öttl ohne Training aus der letzten Reihe starten und habe gleich bei der Anfahrt zur Schikane ein paar Leute überholt", beschrieb Alt den Rennanfang. "Hinter mir ist dann jemand gestürzt, das Motorrad ist mir unglücklicherweise ins Heck gerutscht, dabei wurde die Sitzbank demoliert und der Auspuff verbogen. Ich konnte weiterfahren und habe eine Aufholjagd hingelegt, bis mir die schwarze Flagge gezeigt wurde, weil die Sitzbank locker war und im Wind flatterte." Presse: Toni Börner |









