Freudenberg Racing Team

12. Bericht 21.August IDM Red Bull Ring (Österreich) PDF Drucken E-Mail

Sieg für die Freudenbergs am Red Bull Ring

Ein langer Trip nach Österreich zum Red Bull Ring bei Spielberg ‚wurde für das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda zum Erfolg. Der erst 15-jährige Florian Alt aus Nümbrecht konnte seinen ersten Sieg in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in der Klasse bis 125ccm feiern. Alt stand bis zwei Runden vor Schluss in einem harten Kampf gegen seinen Teamkollegen Luca Grünwald, der allerdings mit einem Kurbelwellenschaden ausschied, und KTM-Markenkollege Philipp Öttl. Als der aber einen kleinen Fehler einbaute nutzte Alt seine Chance, ging in Führung und fuhr auf den letzten beiden Runden noch über vier Sekunden Vorsprung heraus !

"Am Anfang dachte ich noch Luca (Grünwald) und ich können abhauen, aber das klappte nicht und Philipp (Öttl) kam heran", so Alt nach seinem ersten IDM-Sieg. "Danach waren wir eine Dreiergruppe und ich habe mich umgesehen. Da habe ich aber gesehen, dass ein Abstand da ist. Ich hab die anderen dann erst einmal fahren lassen und in den letzten fünf Runden wollte ich angreifen – doch da ist Luca ausgefallen und ich sah, dass Philipp irgendwie einen Fehler gemacht hatte und da bin ich vorbei gegangen. Danach hat es gepasst."

Zweitbester Streiter des Freudenberg-Teams sollte der Österreicher Lukas Wimmer werden. Mit dem zwölften Platz holte der Youngster erneut Punkte - zum sechsten Mal im siebten Rennen in dieser Saison. Wimmer erntete dabei sogar fünf Zähler, denn der vor ihm ins Ziel kommende Lukas Trautmann war nur als Gaststarter unterwegs und damit laut den Regularien der IDM nicht punktberechtigt. Wimmer stand bis zur letzten Runde in einem harten Fight mit dem Niederländer Ernst Dubbink, doch konnte er den im Ziel um rund zwei Zehntelsekunden hinter sich halten.

Pech hatten Luca Grünwald und Deni Cudic, die am Red Bull Ring das Ziel nicht sahen. Während Grünwald der Technikteufel zwei Runden vor Schluss einen Streich spielte, schied Cudic schon nach zwei Runden aus, nachdem er in einen Start-Crash verwickelt worden war. "Ich bin natürlich betrübt", so Grünwald. "In der vorletzten Runde hat die Kurbelwelle den Geist aufgegeben. Ich lag vorne vor Florian Alt und hatte auch einen Plan, wie ich für die letzte Runde einen Vorsprung herausgearbeitet hätte. Wir hatten einen harten, aber guten Kampf, es war unterhaltsam. Nach ein paar Runden rauschte Phillip Öttl von hinten heran und mischte bei der Führungsarbeit mit. Aber es bringt nichts, sich über derlei Rückschläge viel Gedanken zu machen, auch das muss man verkraften, kein Problem für mich."

Cudic war kurz nach dem Start mit einem anderen Fahrer kollidiert und versuchte noch weiter zu fahren, kam aber nur noch bis in die Box. " Ich bin nach dem Start in der ersten Kurve gestürzt, jemand hat mich von hinten gerempelt", so der Österreicher. "Zuletzt klebte so viel Pech an mir, nichts passt zusammen, unglaublich. Ich fuhr an die Box und gab auf, weil die Verkleidung beschädigt war, ebenso die Vorderradbremse. Jetzt kann ich nur noch auf einen versöhnlichen Abschluss in Hockenheim hoffen."

Der fünfte Mann im Team, Toni Finsterbusch, musste das Rennen in Österreich nach seinem Schlüsselbeinbruch vom Schleizer Dreieck auslassen. Auf einen Besuch verzichtete er. "Ich bin nicht zum Red Bull-Ring gefahren, das Zuschauen wollte ich mir nicht antun", so der Krostitzer. "Mein rechtes Schlüsselbein lasse ich nach dem Sturz in Schleiz ohne Operation ausheilen. Ich Hockenheim beim Finale möchte ich wieder antreten."

Presse: Toni Börner