Freudenberg Racing Team

12. Bericht 04.Juli IDM Salzburgring PDF Drucken E-Mail

3-Fach-Podium für Freudenberg-Team

Plätze 1 - 3 in Salzburg/Österreich / Windschattenschlacht und Reifenduell

Die Windschattenschlacht auf dem Salzburgring liegt dem Team Freudenberg - das ist schon länger bekannt. Hier hatte die Bischofswerdaer Mannschaft um Michael und Carsten Freudenberg schon einige Erfolge in der Vergangenheit. Und auch in der Gegenwart sollte das nicht anders sein. Auf der Piste in Österreich schafften Luca Grünwald, Toni Finsterbusch und Daniel Kartheininger das schier unglaubliche: Sie holten sich die Ränge eins bis drei im Rennen und somit standen drei von vier Freudenberg-Piloten auf dem Podium.

"Das ist einfach unglaublich, jeder hier im Team steht zu 1000 Prozent hinter dem Projekt, wir haben alle hart gearbeitet und das ist einfach der geilste Lohn, den es gibt. Es hat sich alles ausgezahlt", strahlte Teamchef Freudenberg gleich im Anschluss an das Rennen.

Dabei war der Lauf der IDM 125 in Salzburg keineswegs einfach. Im Ziel lagen die ersten fünf innerhalb von einer halben Sekunde und das große Rätsel des Rennens war, wer mit seinen Reifen am besten würde haushalten können und wer am besten mit ihnen gepokert hatte. Denn kurz vor dem Rennstart hatte es einen Regenguss gegeben und man hatte fast überall die Regenreifen montiert. Als das Rennen aber gestartet wurde, war die Rennstrecke bereits fast komplett wieder trocken und so ging das große Taktieren los.

Taktisches Feingefühl braucht es auf dem Salzburgring eh. Denn auf dieser Strecke, auf welcher 1994 zuletzt ein Grand Prix ausgetragen wurde, kommt es vor allem auf den richtigen Windschatten an. Die Freudenberg-Piloten bewiesen dabei Geschick und setzten sich in einer Sechsergruppe durch, die bis zur letzten Runde wild um die Positionen focht. Sieger Grünwald ging zum Beispiel als Fünfter in die letzte Kurve - und gewann das Rennen schließlich.

In der Beschreibung des Rennens waren sich alle drei Piloten auf dem Podest einig: "Chaotisch". Dieses Wort tauchte in jeder Renneinschätzung auf. Grünwald brachte es auf den Punkt, um was es ging: "Ich war am Anfang gleich ein zwei Runden lang in Führung und mit den Regenreifen ging es wirklich chaotisch zu, da eigentlich die ganze Strecke schon abgetrocknet war. Daher musste man die Reifen arg schonen. In der letzten Runde wollte ich auf der Gegengerade eigentlich aus dem Windschatten heraus in Front gehen, aber leider klappte das nicht und ich musste mich in den letzten Kurven vorbeizwängen." Die Rechnung ging auf.

Finsterbusch durfte sich schließlich über Rang zwei freuen, Kartheininger wurde Dritter. Die Pressekonferenz auf dem Salzburgring wurde daher auch kurzerhand zur "Teambesprechung" umbenannt.

Anschließend mussten der Teamchef Michael Freudenberg seine Wettschuld bei den Fahrern einlösen: Ihm wurde Glatze geschert.

Für Joel Bigler war dies auch kein einfaches Rennen. Er stürzte bereits am Samstag nach dem 1. Zeittraining mit seinem Roller im Fahrerlager. Zog sich großflächige Hautabschürfungen zu. Im Krankenhaus wurde auch eine Verbrennung festgestellt. Joel biss die Zähne zusammen und startete ebenfalls am Sonntag das Rennen. Mit einem 13. Platz zeige er allen, welch “harter Hund” er ist. Herzlichen Glückwunsch !!!

Presse: Toni Börner