Freudenberg Racing Team

14. Bericht 18.Juli WM Sachsenring PDF Drucken E-Mail

Top Ten zur WM Kartheininger rockt den Sachsenring

Daniel Kartheininger bescherte dem Freudenberg Racing Team auf dem Sachsenring

eine Top Ten-Platzierung und erntete kräftig WM-Punkte.

Jubel im Team Freudenberg. Daniel Kartheininger konnte der Truppe aus Bischofswerda bei seinem Wildcard-Einsatz auf dem Sachsenring beim Großen Preis von Deutschland in der Achtelliterklasse eine Top Ten-Platzierung bescheren. Der KTM-Pilot behielt in dem unter schwierigen Bedingungen ausgetragenem Weltmeisterschaftslauf die Nerven und fuhr zu Platz 10.

Das Rennen war als Regenrennen gestartet worden. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag hatte es heftige Regenfälle gegeben, die erst im Warmup am Sonntag aufhörten. Zum Rennen der 125ccm-Klasse war die Piste noch zum größten Teil nass und es sah auch danach aus, als würde es jeden Moment wieder anfangen zu regnen. Daher pokerten einige Fahrer auch extrem hoch. Die beiden Deutschen Marcel Schrötter und Jonas Folger zum Beispiel donnerten auf Regenreifen los und verloren damit eine Top-Platzierung. Kartheininger und sein Teamkollege Toni Finsterbusch aber setzten – wie die meisten anderen Piloten auch – auf profillose Slickreifen.

Beide Freudenberg-Piloten kämpften das gesamte Rennen über um Punktplatzierungen. Doch für den Krostitzer Finsterbusch war das Rennen schon zur Halbzeit beendet. „Ich bin mit dem Adrian Martin kollidiert und wir sind beide gestürzt“, so der Youngster. „Das ist natürlich schade und kein toller Tag, aber ich konnte mir von diesem Wochenende wieder einiges mitnehmen.“

Daniel Kartheininger aber behielt die Nerven und fuhr Rang zehn nach Hause. „Ich hab das noch gar nicht realisiert, was ich gerade erreicht habe“, so der Mann aus Boos, der nach dem Rennen fast gänzlich sprachlos war. Doch gerade diese Mischbedingungen aus nasser Strecke und auftrocknender Strecke in einem Rennen hatte er noch vor zwei Wochen beim IDM-Lauf auf dem Salzburgring erprobt und dort war er auch auf das Podest gefahren.

Das Wochenende selbst hatte für Kartheininger aber gar nicht so verheißungsvoll angefangen. Im ersten Training am Freitag noch als 24. gewertet, rutschte er am Samstag auf 26 ab und musste dem Feld mehr oder minder hinter her donnern. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel aufholen kann und so weit nach vorne komme“, so der KTM-Pilot.

Teamchef Michael Freudenberg zeigte sich am Sonntagabend zufrieden. „Dani auf Platz zehn, das ist eine echt geile Nummer“, so der Bischofswerdaer, der dieses Jahr die Geschicke von gleich vier Nachwuchspiloten in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) lenkt. „Klar, für Toni ist das ärgerlich, aber solche Tage sind eben auch dabei. Trotzdem hat auch er über das gesamte Wochenende eine richtig tolle Leistung gezeigt und wir können zufrieden sein.“

Schon in zwei Wochen (30. Juli – 1. August) geht es für die Truppe weiter. Dieses Mal steht ein weiteres „Heimspiel“ an, denn bis zur Traditionsstrecke des Schleizer Dreiecks ist es auch nicht weit. Dort wollen dann Daniel Kartheininger und Toni Finsterbusch gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Luca Grünwald wieder die Podestplätze unter sich ausmachen. Der vierte im Bunde, der Schweizer Joel Bigler, wird dabei auch wieder mit von der Partie sein und ein weiteres Mal IDM-Punkte ins Visier nehmen.

Presse: Toni Börner