Freudenberg Racing Team

15. Bericht 01.August IDM Schleiz “Luca ist Deutscher Meister 2010” PDF Drucken E-Mail

Team Freudenberg stellt den Deutschen Meister 2010

Grünwald holt den Titel in der IDM 125 / Finsterbusch fährt ersten Sieg ein

Besser kann ein Jubiläum nicht laufen! Die Firma Freudenberg aus Bischofswerda feierte am letzten Sonntag (1. August) ihr 20-jähriges Betriebsjubiläum. Und da Teamchef Michael Freudenberg früher selbst Motorradrennen fuhr (3x DDR-Meister 250ccm) betreibt er heute ein Rennteam. Mit diesem konnte er auf dem Schleizer Dreieck das Firmenjubiläum ordentlich feiern: Luca Grünwald holte mit einem Sieg im Samstagsrennen und einem zweiten Rang am Sonntag den Deutschen Meistertitel in der Klasse bis 125ccm. Damit steht der Waldkraiburger bereits vorläufig als Champion fest, auch wenn noch Rennen im niederländischen Assen und das Finale in Hockenheim auf dem Programm stehen. Im Sonntagsrennen in Schleiz gab es übrigens auch noch den ersten Sieg von Toni Finsterbusch in der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) zu feiern.

"Besser geht es nicht", strahlte Teamchef Freudenberg am Sonntagabend über beide Ohren hinaus. "Auf den Tag genau heute vor 20 Jahren bin ich auch hier Rennen gefahren. Und wenn ich Meister geworden bin, dann auch immer mit der Startnummer 43!" Mit dieser Nummer ist dieses Jahr Luca Grünwald unterwegs – und hat den Titel vorzeitig geholt. Am Sonntag fuhr er nicht mehr voll auf Angriff und begnügte sich mit Rang zwei hinter seinem Teamkollegen Finsterbusch. Der durfte sich endlich über seinen ersten IDM-Sieg freuen.

Nachdem im Rennen am Samstag bereits Grünwald gewonnen hatte und Finsterbusch Zweiter geworden war, konnte man im Team Freudenberg ruhig schlafen. Denn da stand schon fest, dass der Deutsche Meister 2010 auf jeden Fall ein Fahrer aus den eigenen Reihen werden würde. Alle anderen Verfolger waren schon zu weit weg und so ging es nurmehr zwischen Finsterbusch und Grünwald. Der Ausgang dessen ist bekannt.

"Das war heute schwierig", gab Grünwald zu Protokoll, nachdem er sich den Meistertitel mit Rang zwei gesichert hatte. Der Youngster hatte bereits vor dem Sonntagsrennen gewusst, dass er den Sack zu machen kann. "Ich hab zwar versucht an Toni dran zu bleiben, doch der war heute einfach sauschneller. Ich konnte zwar die Rundenzeiten mitgehen, aber ab Halbzeit hat mein Reifen etwas angefangen zu schmieren. Daher 'nur' der zweite Platz. Aber ich bin Meister, jetzt werden wir erst einmal richtig feiern."

Teamkollege Finsterbusch ärgerte sich derweil nicht über den verlorenen Meistertitel, schließlich durfte der Krostitzer zum ersten Mal in seiner IDM-Karriere das oberste Podesttreppchen besteigen. "Heute ist endlich einmal alles zusammen gelaufen", freute sich der 17-jährige. "Ich hatte einen guten Start und habe dann probiert weg zu kommen. Ich konnte wirklich locker gute Rundenzeiten fahren und daher hat das dann auch so gut geklappt, dass ich in den letzten Runden etwas Dampf rausnehmen konnte. Außerdem wusste ich auch, dass Luca schon fast sicher Meister ist und dass er seinen Kopf einschalten wird. Mehr als noch gewinnen, konnte ich ja nicht tun. Und außerdem wusste ich auch, dass er eh irgendwann den Sack zu machen wird und ich freue mich jetzt einfach nur über meinen Sieg."

Der Schweizer Joel Bigler hatte in Schleiz wenig Glück. Im ersten Lauf am Samstag reichte es für ihn nur zu Rang 21, am Sonntag kam er nur rund anderthalb Runden weit. In Assen will der 21-jährige wieder Punkte ins Visier nehmen, die es ab Platz 15 gibt.

Das Wochenende hatte für die Bischofswerdaer Truppe dabei gar nicht so vorteilhaft begonnen. Daniel Kartheininger, der noch zwei Wochen zuvor mit Rang zehn im Weltmeisterschaftslauf auf dem Sachsenring hatte glänzen können, stürzte am Samstag im ersten Qualifikationstraining vor der berüchtigten Kurve "Seng" und musste anschließend ins Krankenhaus gebracht werden. Der junge Mann aus Boos kugelte sich dabei die Schulter aus und das Rennwochenende war damit gelaufen.

Presse: Toni Börner